OPALE

 

Auf der Suche nach dem schönsten Stein

Er schimmert in den Farben des Regenbogens und gilt als einer der wertvollsten Edelsteine der Welt: der Opal.

 

Schon in der antiken Mythologie sagte man dem Opal nach, dass er besonders wertvoll sei, weil ihm die Götter bei seiner Erschaffung von jedem Edelstein einen Teil gegeben hätten. So schimmert er in allen erdenklichen Farben. Dieses »Opalisieren« verdankt er einem physikalischen Phänomen. Denn eigentlich ist der Stein farblos. Mikroskopisch kleine Silizium-Kügelchen, die im Inneren des Opals dicht an dicht gleichförmig aufeinandergestapelt sind, beugen von außen einfallendes Licht und reflektieren es in Spektralfarben. Das Ergebnis ist das charakteristische Farbenspiel, das sich je nach Lichteinfall oder Blickwinkel verändert.

 

Auch Goldschmied Christian Heyden schätzt die farbliche Vielfalt des Edelsteins und setzt sie in seinen Schmuckkreationen immer wieder anders in Szene. »Der Opal ist mein absoluter Lieblingsedelstein«, sagt Heyden. »Ihm beim Schleifen seine volle Schönheit zu entlocken, ist eine Kunst. Denn wenn man nur einen Hauch zu weit schleift, ist der Stein nicht mehr brauchbar«.

 

Beim Schleifen vertraut er seit vielen Jahren auf die Erfahrung langjähriger Geschäftspartner, die über eigene Minen in Australien und Mexiko verfügen.

 

Da Opale sehr selten sind, werden sie nicht industriell abgebaut. 95 % aller Vorkommen liegen im australischen Outback fernab jeglicher Zivilisation. Die sengende Sommerhitze von bis zu 50 Grad Celsius zwang einst die Opalschürfer, unterirdische Wohnhöhlen anzulegen, um den extremen Wetterbedingungen in dieser menschenfeindlichen Umgebung zu trotzen – eine Praxis, die bis heute beibehalten wird. Ganze Ansiedlungen, die bekannteste ist der Ort Coober Pedy, liegen im Abbaugebiet unter Tage, was in der Welt in dieser Form einmalig ist. Die abgebauten Steine sind viele Millionen Jahre alt. Die durch Verwitterung ehemaliger Meeresböden und lebender Organismen entstandene Kieselsäure setzte sich in Rissen, Spalten und porösen Gesteinsschichte ab und wurde in den Jahrmillionen bis zum Tertiär zu Opal.

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